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Elektro

Sono enthüllt finale Version des Solarautos Sion

Das Solarauto Sion soll im kommenden Jahr an den Start gehen. Foto: Sono Motors

Sono Motors geht nicht nur mit dem Sion den nächsten Schritt: Das Start-up stellte nun die Produktionsvariante seines Solarautos vor – und zeigt eine Nachrüstlösung für Busse.

Die Serienversion des Sion weist dabei im Vergleich zu früheren Entwicklungen neue Scheinwerfer und Rückleuchten auf. Zugleich wurden die Kanten reduzierten und die Seitenlinie mit neuen Türgriffen neu gestaltet. Am Heck findet sich eine neue Heckklappe.

Innen fährt die Produktionsvariante mit neugestalteten Vorder- und Rücksitzen sowie einem neuen Lenkrad vor. Daneben setzt Sono zur Steigerung der Qualitätsanmutung auf neue Materialien.

456 Solarzellen sorgen für Energieversorgung

Wie bisher verfügt die Außenhaut des Sion über 456 nahtlos integrierten Solarzellen, die eine autonome Energieversorgung auf kurzen Strecken ermöglichen sollen. Die von den Solarzellen erzeugte Energie soll dazu beitragen, die erwartete Reichweite der 54 kWh LFP-Batterie von 305 km um durchschnittlich 112 km pro Woche ergänzen. Sono verspricht Pendlern, dass sie den Sion bis zu viermal weniger aufladen müssen als ein herkömmliche Elektroautos der gleichen Klasse mit einer ähnlichen Batteriegröße. An einem Schnelllader kann die Batterie mit bis zu 75 kW geladen werden, an einer Wallbox sind 11 kW möglich. Bidirektionales Laden soll beim Sion ebenfalls möglich sein; elektronische Geräte oder andere E-Autos sollen dadurch mit einer Leistung von bis zu 11 kW geladen werden können.

Bei der Vorstellung der Produktionsvariante des Sion zeigte Sono auch das den „Solar Bus Kit“. Dabei handelt es sich um ein skalierbares Produkt für Unternehmen oder auch kommunale ÖPNV-Betreiber vor. Dieses Kit kann als Nachrüstlösung Kraftstoffverbräuche sowie innerstädtische Treibhausgasemissionen reduzieren, so Sono. Das „Solar Bus Kit sei für die gängigsten 12-Meter-Bustypen auf dem europäischen Markt entwickelt worden wie den Mercedes-Benz Citaro oder den MAN Lion City. Wie Sono mitteilte, können durch die verbauten Solarmodule auf einer Fläche von etwa 8 Quadratmetern bis zu 1500 Liter Diesel und bis zu 4 Tonnen CO2 pro Bus und Jahr eingespart werden.

Flotte geht in Validierung
Sono Motors bietet eine Nachrüstlösung mit Solar-Panelen für Busse an. Foto: Sono Motors

„Die Premieren des Sion im Produktionsdesign und des Solar Bus Kits sind ein großer Schritt nach vorn bei der Verwirklichung unserer Vision einer nachhaltigen Welt und unserer Mission, den Kohlenstoffausstoß zu reduzieren“, sagt CEO-Chef Laurin Hahn. Wie Sono mitteilte, werde gerade in München in der Nähe des Firmensitzes eine Flotte von Serien-Validierungsfahrzeugen für das angelaufene Testprogramm des Sion gefertigt. In den kommenden Monaten soll diese Fahrzeuggeneration in Europa als auch in den USA Praxistests unterzogen werden. Dazu gehören beispielsweise die Serien-Validierung, Homologation, Crashtests, Tests in verschiedenen Klimazonen und die Optimierung der Solartechnologie.

Sono lagen für den Sion bis zum 1. Juli mehr als 19.000 private Reservierungen vor. Die durchschnittliche Anzahlung lag dabei bei 2225 Euro. Die Produktion des Sion soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2023 mit einem Auftragsfertiger in Finnland aufgenommen werden.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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