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Renault hat europaweit 300.000 Elektroautos abgesetzt

Der Renault Zoe wird mit zwei Batteriegrößen angeboten. Foto: Renault/Stefan Anker

Renault gehört zu den Vorreitern bei der Elektromobilität. In den zurückliegenden zehn Jahr haben die Franzosen europaweit 300.000 Elektroautos ausgeliefert.

Allein in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 42.000 Einheiten abgesetzt, wie der Hersteller am Montag am Deutschlandsitz in Brühl mitteilte.
Damit war Renault im ersten Halbjahr der erfolgreichste Anbieter von E-Autos in Europa Von den bislang europaweit von Renault insgesamt abgesetzten E-Fahrzeugen entfielen dabei 45.000 Einheiten allein auf Deutschland.

Dabei ist der Renault Zoe das beliebteste E-Modell der Franzosen. Allein im Vormonat war die Zoe mit 1448 Neuzulassungen das meistverkaufte Elektroauto auf dem deutschen Markt. Seine Verkäufe stiegen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast 27 Prozent auf 7066 Neuzulassungen. So viele Zoes wurden bisher noch nie in den ersten sechs Monaten eines Jahres verkauft. Zugleich erzielte die Zoe mit 1.990 Kaufanträgen allein im Juni einen weiteren Bestwert.

Kaufprämie befördert Nachfrage

Die Nachfrage nach dem Stromer wird dabei von der erhöhten Innovationsprämie von 9480 Euro (brutto) befördert. Renault selbst hat die Kaufprämie auf 10.000 Euro erhöht und damit einen weiteren Kaufanreiz gesetzt.

In Europa legten die Zoe-Verkäufe von Januar bis Juni sogar um 50 Prozent auf über 37.500 Einheiten zu. Damit war der Stromer das gefragteste Modell in Europa. Renault setzt seit 2011 als einer der weniger Hersteller konsequent auf die E-Mobilität und bietet seinen Kunden neben der Zoe auch den Kango, Twizy und Master als reine E-Modelle an. Ende des Jahres folgt zudem noch der Kleinstwagen Twingo als reines batterieelektrischer Fahrzeug. Zunächst kommt der Twingo Z.E. dann als Sondermodell Vibes auf den Markt.

Daneben setzt Renault auf die Hybridisierung seiner Fahrzeugpalette. So bringen die Franzosen den Clio als Hybridmodell auf den Markt, der Captur und der Megane erhalten ein Plug-in-Hybridantrieb. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2022 weltweit acht rein elektrische und zwölf elektrifizierte Modelle im Angebot zu haben.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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