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Autonomes Fahren

Nissan fährt mit Prototyp autonom durch Tokio

Nissan testet den ProPilot. Foto: Nissan
Nissan fährt autonom durch Tokio. Foto: Nissan

Nissan setzt im öffentlichen Verkehr von Tokio einen autonom fahrenden Versuchsträger ein. In drei Jahren soll das System Serienreife erhalten.

Der Fahrer selbst muss nur noch vor Fahrtantritt das gewünschte Ziel im Navigationssystem eingeben, den Rest übernimmt das Fahrzeug, das mit der dritten Generation des ProPilot ausgestattet ist. Das System, dessen erste Auflage bereits in Nissan-Fahrzeugen verbaut ist, ist mit umfangreicher künstlicher Intelligenz ausgestattet. Als Prototyp fungiert ein Q50 von Nissans Edel-Ableger Infiniti.

„Unser Prototyp mit der nächsten ProPilot Generation zeigt Technik, die ab 2020 tatsächlich verfügbar sein wird. Die Demonstration ist ein weiteres Beispiel für unsere erfolgreiche Arbeit, autonomes Fahren für jeden erfahrbar zu machen“, sagt Takao Asami, Nissan Senior Vice President für Forschung und Entwicklung.

Nissan verspricht menschenähnliches Fahrgefühl

Zwölf Sonare und zwölf Kameras sind verbunden mit neun Millimeterwellen-Radars, sechs Laserscannern und hochauflösendem Kartenmaterial, sodass das Auto entspannt durch den Tokioter Verkehr fahren kann. Selbst viel befahrene Kreuzungen stellen für den Prototypen kein Problem dar. Nissan verspricht ein menschenähnliches Fahrgefühl, das Insassen die nötige Sicherheit gibt.

Die erste Generation des ProPilot ist beim neuen Leaf verbaut und soll im kommenden Jahr auch für den europäischen Qashqai und X-Trail verfügbar sein. Damit sind die Fahrzeuge teilautonom im einspurigen Autobahnverkehr unterwegs.

Neuer Leaf kommt Anfang 2018

Nissan hatte den neuen Leaf Anfang September in Tokio enthüllt. Neben dem System ProPilot wurde das Elektroauto mit dem so genannten e-Pedal ausgestattet. Dieses Pedal kann sowohl zum Beschleunigen als auch zum Bremsen eingesetzt werden.

Der neue Leaf kommt Anfang des kommenden Jahres auf den Markt. Zuvor hatten die Japaner den Leaf bereits in einem autonomen Feldversuch in London getestet. Bei der zweiten Generation des Leaf wurde die Leistung der Batterie von 10 kWh auf 40 kWh erhöht. Zudem greift der Leaf nunmehr auf 150 statt auf 100 PS zurück. Die Reichweite steigt von 250 auf 378 Kilometer an. Die Preise beginnen bei 31.950 Euro abzüglich der staatlichen Prämie sowie dem Bonus von Nissan über insgesamt 5000 Euro.

Über den Autor

Thomas Flehmer

Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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