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VW I.D. Buzz: Der Elektro-Bulli kommt 2025

Der VW I.D. Buzz fährt elektrisch und autonom. Foto: VW
Der Elektro-Bulli VW I.D. Buzz wird gebaut. Marktstart soll 2022 sein. Foto: VW

Anfang des Jahres hatte VW auf der Automesse in Detroit die Studie des Elektro-Bulli I.D. Buzz vorgestellt. Nun steht fest, dass er auch gebaut wird.

Dass die vielbeachtete Studie in die Serienfertigung geht, haben VW-Markenchef Herbert Diess und VW-Nutzfahrzeugchef Eckhard Scholz nun beim Concours d’Elegance im kalifornischen Pebble Beach bekanntgegeben. Wie Diess sagte, sei der der VW I.D. Buzz „eine wichtige Säule in der Elektro-Offensive von Volkswagen und trägt das Bulli-Fahrgefühl in die Zukunft“.

Wie diese Zukunft ausschauen wird, ist nun mit Blick auf den Zeitrahmen klar. Während der viertürige I.D. im Jahr 2020 für die Wolfsburger den Auftakt macht, wird es den Elektro-Bulli ab 2025 geben. Mit ihm und der kompletten I.D.-Familie will Volkswagen vor allem auf die Märkte in Nordamerika, Europa und China abzielen. Bis zum Jahr 2025 will der VW-Konzern seinen Kunden 30 reine Elektroautos anbieten.

Kunden haben nach Elektro-Bulli verlangt

Dass das Go für die Serienfertigung getroffen wurde, hätte nach der Präsentation des I.D. Buzz in Detroit und Genf auch an den Reaktionen der Kunden gelegen. Sie hätten darum gebeten dieses Auto zu bauen. Wie Diess hinzufügte, sei es auch kein Zufall, dass die Ankündigung zum Bau in Pebble Beach bekanntgeben wurde. „Der Microbus, wie der Bulli in Amerika heißt, war immer Teil des kalifornischen Lifestyles“, so Diess. „Jetzt bringen wir ihn zurück, in dem wir die nächste e-Generation von Volkswagen entwickeln und den Bulli elektrisch neu erfinden.“

Den I.D. wird es übrigens nicht nur für die lifestyleorientiere Kundschaft in einer Bus-Variante geben, sondern auch als Cargo-Variante. Damit sei ein emissionsfreier Lieferverkehr möglich, sagte Scholz.

Was bleibt von Studie des Elektro-Bullis übrig?
Der elektrisch und autonom fahrende VW I.D. Buzz. Foto: VW
Der VW T1 und sein elektrischer Nachfolger: Der I.D. Buzz soll 2022 auf den Markt kommen. Foto: VW

Nun darf man gespannt sein, was von der Detroit-Studie übrig bleibt. Das Showcar brachte mit einer Länge von 4,94 Meter, einer Breite von 1,97 und einer Höhe von 1,96 viel Platz mit. An diesem Abmessungen dürfte sich indes wohl wenig ändern. Die Serienversion soll, so wird versprochen, viele Designideen übernehmen und ebenso über eine variable Sitzlandschaft verfügen. Die in Detroit gezeigte Studie hatte acht Sitzpätze  Sie konnten  um 180 Grad gedreht werden, sodass sich die Passagiere Face-to-Face gegenübersitzen konnten. Zugleich soll das Fahrzeug voll vernetzt sein und hochautomatisiert Fahren können.

Dass das Raumangebot so überzeugend ist, liegt am Elektroantrieb. Durch seinen geringen Platzbedarf können Vorderachse und Hinterachse sehr weit auseinander stehen. In der Folge gibt es einen großen Radstand und kurze Überhänge. „Dadurch kann das Auto außen kurz wie ein kompakter Van sein, aber innen so viel Raum wie ein Transporter bieten“, sagte Diess. Die Batterien sind platzsparend im Unterboden verbaut. Die zwei Elektromotoren an der Vorder- und Hinterachse haben bei der Studie über eine Systemleistung von 374 PS verfügt. Der Antrieb erfolgte über eine Kardanwelle.

Angesichts von so viel Leistung lässt sich der I.D. Buzz recht dynamisch bewegen. Gerade einmal fünf Sekunden vergehen bis Tempo 100, die Spitzengeschwindigkeit ist bei 160 km/h erreicht. An einer Schnellladestation lässt sich die Batterie innerhalb von 30 Minuten bis zu 80 Prozent aufladen.

Elektromobilität als neues Markenzeichen

Jetzt kann man nur hoffen, dass auf dem Weg in die Serie nicht allzu viel von dem futuristischen Aussehen auf der Strecke bleibt. Wenn man in Wolfsburg den Mut aufbringt, dieses Auto ansatzweise 1:1 auf die Straße zu bringen, dann könnte es was werden mit der Ansage von Herbert Diess von Anfang des Jahres. „Wir machen die Elektromobilität zum neuen Markenzeichen von Volkswagen“, hatte der Markenchef im Januar gesagt. Mit der Entscheidung für den Bau des I.D. Buzz sind die Wolfsburger nun aber schon einmal den nächsten Schritt in diese Richtung gegangen.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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