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KBA: Zahl der Fahrzeuge mit alternativen Antrieben steigt

Der VW ID.3 basiert auf dem neuen Elektrifizierungs-Baukasten des Konzerns, Foto: VW

Alternative Antriebe werden bei den Kunden immer beliebter. Ihr Anteil an den Neuzulassungen stieg im ersten Quartal nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) deutlich.

Der Zuwachs beläuft sich nach Angaben der Behörde vom Mittwoch auf fast 124 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Von den insgesamt in den ersten drei Monaten des Jahres 656.452 neu zugelassenen Pkw waren 246.689 Neuwagen entweder mit einem batterieelektrischen Antrieb, Hybrid, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle, Gas oder Wasserstoff unterwegs. Damit kommen diese Fahrzeuge auf einen Anteil von 37,6 Prozent am Gesamtzulassungsvolumen. Im Vorjahreszeitraum hatte ihr Anteil noch bei 16,8 Prozent gelegen.

Dieser starke Anstieg bei den alternativen Antrieben ist vor allem auf den Aufwärtstrend bei den Elektro-Antrieben (Elektro, Plug-in-Hybrid, Brennstoffzelle) zurückzuführen. Die größten Zuwachsraten konnten bei den deutschen Marken beim E-Antrieb Mini erzielen. Die BMW-Tochter kam bei einem Gesamt-Volumen von 10.996 Einheiten auf 3464 Neuzulassungen mit E-Antrieb. Das entspricht einem Anteil von 31,5 Prozent und einem Zuwachs von 154 Prozent. Dahinter folgt Mercedes (29,7 Prozent/+324,3 Prozent), Porsche (28,3 Prozent/+34,1 Prozent) und BMW (26,6 Prozent/+158,3 Prozent). 21,3 Prozent der Neuzulassungsanteile entfielen auf Audi (+136,7 Prozent) sowie 21,1 Prozent auf VW (+214,9 Prozent). Opel und Ford lagen mit 11,5 Prozent beziehungsweise 10,9 Prozent darunter.

VW mit meisten E-Autos im ersten Quartal

Beim Blick auf die reinen batterieelektrischen Antriebe war VW die zulassungsstärkste Marke Die Wolfsburger setzten im ersten Quartal 16.220 Einheiten ab. Damit kommt VW auf einen Anteil am Gesamtneuzulassungsvolumen von 12,4 Prozent (+163,8 Prozent). Hyundai setzte 6180 fabrikneue Elektrofahrzeuge ab und kommt damit auf einen Anteil von 29,1 Prozent (+347,7 Prozent). Tesla kam auf 6074 neu zugelassene Modelle, Smart auf 5975 (+0,4 Prozent). Renault setzte 5047 neue Elektrofahrzeugen ab und kommt auf einen Anteil von 19,2 Prozent(+20 Prozent).

Schaut man auf den Anteil der Neuzulassungen bei den alternativen Antrieben, dann sind mit 68 Prozent mehr als zwei Drittel aller Audis (+47,5 Prozent) mit einer solchen Technologie unterwegs. Bei BMW ist es mit 56,1 Prozent mehr als jeder zweite Neuwagen (276,5 Prozent). Bei Mercedes sind es 39,8 Prozent (+123,6 Prozent), bei Ford 32,3 Prozent (+476,8 Prozent) und bei Mini 31,5 Prozent (+154,0 Prozent). Bei Porsche waren es 28,3 Prozent (+34,1 %) und bei VW 23,4 Prozent (+216,2 Prozent).

Volvo kam bei den Importmarken im ersten Quartal innerhalb seiner Neuzulassungsflotte auf einen Anteil von 90,8 Prozent (+124,8 %) bei den alternativen Antrieben. Dahinter folgen Hyundai (67,1 Prozent/+283,4 Prozent), Toyota (60,7 Prozent/-1,5 Prozent), Renault (35,9 Prozent/+124,4 Prozent) und Seat (20,9 Prozent/+273,2 Prozent). Auch bei den E-Antrieben konnte Volvo mit 47,3 Prozent (+115,0 Prozent) den stärksten Anteil vor Hyundai (31,6 Prozent/+280,7 Prozent) und Kia (31,3 Prozent/+172,2 Prozent) verbuchen.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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