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Brennstoffzelle

Projekt Autostack: Neuer Schub für Brennstoffzelle

Das Brennstoffzellenfahrzeug Mercedes GLC F-Cell. Foto: Daimler
Der Mercedes GLC F-Cell an der Steckdose. Foto: Daimler

Der japanische Hersteller Toyota und der koreanische Autobauer Hyundai haben bereits Fahrzeuge mit Brennstoffzelle im Angebot. Deutsche Hersteller noch nicht. Nun soll das Projekt „Autostack-Industrie“ der Technologie neuen Schub verleihen.

„Die emissionsfreien Brennstoffzellen-Antriebe sind ideal für Reiselimousinen, Lieferfahrzeuge und Stadtbusse“, sagt Werner Tillmetz, Vorstand und Leiter des Geschäftsbereichs Elektrochemische Energietechnologien des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW). „Allerdings steckt die dafür notwendige Industrialisierung der Technologie in einem frühen Stadium. Mit dem Projekt ‚Autostack-Industrie“ soll nun durch den Aufbau einer schlagkräftigen nationalen Zulieferindustrie die Basis zur Erreichung der Kosten- und Qualitätsziele geschaffen werden.“

Industrialisierung der Brennstoffzelle vorantreiben

Mit dem Projekt Autostack-Industrie soll die Etablierung wichtiger Elemente der Industrialisierung von Brennstoffzellen für Automobile gemeinsam von den Automobilherstellern und Zulieferern vorangetrieben werden, teilte ZSW mit. Neben einer Leistungserhöhung soll das Projekt dazu beitragen, die Lebensdauer und Zuverlässigkeit der Brennstoffzelle zu erhöhen sowie eine Kostensenkung der noch sehr teuren Technologie zu fördern.

Eingebettet in das Nationale Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, das das Projekt mit 21,3 Millionen Euro fördert, koordiniert die Nationale Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NOW) die Vorgehensweise. Dazu stoßen die Autohersteller Daimler, BMW, Ford und Volkswagen sowie DANA, Freudenberg Performance Materials, Greenerity, NuCellSys, Powercell Deutschland, Umicore und das ZSW.

Ende diesen Jahres will als erster deutscher Hersteller Mercedes mit dem GLC F-Cell ein Brennstoffzellenfahrzeug auf den Markt bringen.  Das Fahrzeug der Schwaben wird über eine Reichweite von 500 Kilometer verfügen. Neben der Brennstoffzelle wird es auch über einen Plug-in-Hybriden verfügen. Der japanische Hersteller Toyota hat mit dem Mirai und der koreanische Hersteller Hyundai mit dem ix35 bereits seit Längeren ein Brennstoffzellenfahrzeug im Angebot.

Über den Autor

Thomas Flehmer

Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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