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Mobilität

Continental: Für Klimaschutz reicht Elektromobilität nicht

Elmar Degenhardt von Continental. Foto: Continental
Elmar Degenhardt, Vorstandschef der Zulieferers Continental. Foto: Continental

Der Zulieferer Continental spricht sich auf dem Weg zur Verringerung der CO2-Emissionen für einen Antriebsmix aus. Elektromobilität allein reiche nicht.

Wie Continental-Chef Elmar Degenhardt am Donnerstag auf dem Kongress der Automobilwoche in Berlin sagte, brauche es für die Verringerung verkehrsbedingter Kohlendioxid-Emissionen einer technologieoffenen Diskussion. „Elektromobilität ist nur Teil der Lösung. Für einen wirksamen Klimaschutz braucht es einen Antriebsmix bestehend aus Elektroantrieb, sauberem Diesel- und Benzinmotor, klimaneutralen synthetischen Kraftstoffen sowie Brennstoffzelle“, sagte Degenhardt.

Continental: Ausstieg aus Verbrenner falscher Weg

Für Degenhardt ist ein von der Politik verordneter Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor nicht der richtige Weg. Wie der Conti-Chef sagte, könne die Akzeptanz der Kunden für neue Technologien nicht erzwungen werden. So haben die Grünen gefordert, ab dem Jahr 2030 keine Autos mit fossilem Verbrennungsmotor mehr neu zuzulasssen. In Ländern wie Norwegen will man bereits ab dem Jahr 2025 den Ausstieg vom Verbrenner, in Frankreich und Großbritannien plant die Politik ab dem Jahr 2040 einen Abschied von dieser Technologie.

Mit Blick auf die Elektromobilität und dessen Beitrag zur Klimabilanz sagte der Manager, dass dieser eng mit dem verwendeten Strom zusammen hänge. „In den meisten Märkten hat der Elektroantrieb heute schon einen leichten CO2-Vorteil im Vergleich zum Verbrenner.“ Allerdings wachse der Anteil an Elektrofahrzeugen „am globalen Fahrzeugbestand relativ langsam und entfaltet deshalb seine Wirkung auf die Klimabilanz über einen langen Zeitraum“.

Fortschritte bei Batteriezellen nötig

Für den Marktdurchbruch der Elektromobilität müsste es aber bei den Batteriezellen zu weiteren Fortschritten kommen. Derzeit fehle einfach noch die passende Zelltechnologie. „Die heutigen Batterien erfüllen daher nicht die Anforderungen für einen Marktdurchbruch von E-Fahrzeugen. Zudem erfordert die Herstellung der notwendigen Batteriekapazitäten Investitionen in Milliardenhöhe.“

Das eigene Unternehmen sieht der Continental-Chef bezüglich alternativer Antriebe gut aufgestellt. „Dabei setzen wir sowohl auf einen wachsenden Bedarf an hocheffizienten und emissionsarmen Technologien für Verbrennungsmotoren als auch auf elektrifizierte und vollelektrische Antriebssysteme.“

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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