Ohne Kobalt gibt es keine Hochvoltspeicher in Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Doch sein Abbau ist für die Umwelt und die Menschen problematisch.
Deshalb will der Autobauer BMW nun die Standards beim Abbau von Kobalt erhöhen. Wie das Unternehmen am Freitag in München mitteilte, wolle man bis zum Jahresende die Transparenz innerhalb seiner eigenen Kobaltlieferkette erhöhen.
Dazu sollen Informationen zu Schmelzen und Herkunftsländern des Rohstoffes öffentlich gemacht werden. Zwar würde es bei diesen Schmelzen nicht um direkte Lieferanten von BMW gehören, doch sie arbeiten mit Lieferanten des Autobauers zusammen. Beim Abbau von Rohstoffen wie Kobalt kommt es immer wieder zu Umweltverstößen und Menschenrechtsverletzungen.
BMW bezieht Kobalt durch Batteriezellen
Zugleich will BMW zusammen mit einem unabhängigen Partner im Rahmen einer Machbarkeitsstudie prüfen, wie die soziale und ökologische Situation in Modellminen im Bergbau im Kongo nachhaltig verbessert werden kann. So werden derzeit untersucht, ob vor Ort Modellprojekte realisiert werden können.
„Die BMW Group selbst bezieht kein Kobalt, sondern erhält diesen Rohstoff beispielsweise erst durch den Einkauf von Batteriezellen. Allerdings ist uns bewusst, dass mit der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen auch eine Verantwortung bei der Gewinnung von relevanten Rohstoffen wie Kobalt besteht“, sagte Ursula Mathar, die bei BMW den Bereich Nachhaltigkeit und Umweltschutz verantwortet. Ziel der Anstrengungen sei es, eine transparente und nachhaltige Lieferkette zu etablieren.
BMW ist nach eigenen Angaben seit eineinhalb Jahren in der Responsible Cobalt Initiative (RCI) engagiert. Neben anderen Unternehmen ist dort auch die kongelesische Regierung als auch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) vertreten. Ziel des Zusammenschlusses sei die Bewältigung von Sozial- und Umweltrisiken in der Kobaltlieferkette.


