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Studie: Mit Quoten Elektromobilität fördern

Der VW I.D. Foto: VW
Das Elektroauto VW I.D. kommt 2020 auf den Markt. Foto: VW

Deutschland kann nur mit klaren Vorgaben zu einem Leitmarkt für die Elektromobilität werden. Dazu gehören laut einer Studie beispielsweise Vorgaben bei den CO2-Emissionen wie auch Zulassungsverbote für Elektroautos.

Wie aus einer Delphi-Expertenbefragung des Kompentenzzentrums Öffentliche Wirtschaft an der Universität Leipzig hervorgeht, scheitere die Dekarbonisierung des Straßenverkehrs an der fehlenden Kalkulierbarkeit des Marktes und der daraus folgenden Unsicherheit für die Branchen, heißt es in einer Mitteilung der Autoren.

Auch Zulassungsverbote für Verbrenner gefordert

Die Experten sprechen sich neben Zielvorgaben bei den CO2-Emissionen auch für die Schaffung von Kaufanreizen für Elektroautos durch Steuervorteile und Prämien aus. Damit die Nachfrage nach E-Autos zunimmt, sind die Experten auch für Zulassungsverbote für Verbrennungsmotoren und Zulassungsquoten für die Autobauer. „Besonders interessant ist es, dass die für die Studie befragten Experten einem verlässlichen und fairen ordnungspolitischen Rahmen für Elektrofahrzeuge eine deutlich höhere Wirksamkeit zumessen als etwa Kaufprämien“, sagte Oliver Rottmann vom Kompetenzzentrum der Universität Leipzig.

Mit Blick auf die nach wie vor unzureichende Ladeinfrastruktur fordert die Studie auch eine Förderung für den privaten Bereich. Zugleich sei ein verstärkter Einstieg der Energieunternehmen notwendig. „Trotz ausreichender Verfügbarkeit der Technologie im Bereich der Ladeinfrastruktur und verschiedener Förderprogramme auf unterschiedlichen Ebenen zeigt die Praxis, dass die aktuellen Anreize nicht genügen, um die kurzfristigen Ziele auf Bundesebene zu erreichen“, so BDO Energiewirtschaftsexperte André Horn. Den Herstellern empfehlen die Experten im Bereich der Batteritechnologie Allianzen anzustreben.

Die von der Bundesregierung ausgelobte Kaufprämie für Elektroautos hat sich indes seit dem Start im Juni 2016 bis Ende Januar zu einem Flop entwickelt. So wurden gerade einmal rund 50.963 Anträge gestellt.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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