Für die Erreichung der Klimaschutzziele braucht es eine Mobilitätswende und die Verzahnung des Verkehrs- und Energiesektors. Das ist eines der Ergebnisse einer aktuellen Studie.
Um die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad zu begrenzen, ist eine Sofortprogramm für den Transportsektor notwendig, wie aus der Analyse des von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), dem Renewable Energy Policy Network for the 21st Century (REN21) und dem Berliner Think Tank Agora Verkehrswende hervorgeht.
So trägt der Verkehr und hier insbesondere der Straßenverkehr zu rund einem Viertel zu den weltweiten Treibhausgasemissionen aus dem Verbrauch fossiler Brennstoffe bei. Auf die G20-Länder entfallen davon mehr als zwei Drittel, wobei deren Emissionen weiter steigen. Entsprechend sei es an den G20-Nationen, diesen Trend umzukehren. Die G20 treffen sich seit Freitag in Buenos Aires.
Elektrische Antriebe allein reichen nicht
Für eine Trendumkehr reiche es nicht aus, „den Verbrennungsmotor durch einen elektrischen Antrieb zu ersetzen. Um das Klimaschutzziel erreichen zu können, braucht es eine Mobilitätswende und die Verzahnung des Verkehrs- mit dem Energiesektor“, sagte der Chef der Agora Verkehrswende, Christian Hochfeld.
Aus der nun vorgestellten Studie geht hervor, dass lediglich mit Deutschland, Frankreich und Japan nur drei Länder aus der G20-Gruppe auf quantitative Ziele für die Emissionsminderung im Verkehrssektor setzen. Allerdings sei die Zahl jener Länder größer, die die Elektrifizierung des Personenverkehrs vorantreiben. So seien allein China im vergangenen Jahr rund 579.000 elektrische Fahrzeuge neu zugelassen worden.
Diese dynamische Marktentwicklung hat allerdings nur dann einen Klimavorteil, wenn Strom aus Wind und Sonne zum primären Energieträger für den Verkehr wird. „Dafür muss regenerativer Strom für den Verkehr zusätzlich erzeugt werden“, sagt Rana Adib, Exekutivsekretärin von REN21. „Die Energiewende im Strombereich ist mit der Verkehrswende zu synchronisieren. Aus diesem Grund legt der Bericht einen Schwerpunkt auf die Notwendigkeit, den Energie- und Verkehrssektor zu koppeln, hierfür Ziele zu definieren und unterstützende Rahmenbedingungen zu schaffen.“


