Mobilität

Opel erforscht Elektro-Infrastruktur fürs Jahr 2025

Der Opel Ampera-e wird mit einem CCS-Stecker beladen. Foto: Opel

Neben der Reichweite und dem Preis gilt auch die unzureichende Ladeinfrastruktur als Grund, weshalb Kunden sich derzeit noch kein E-Auto zulegen. Opel erforscht zusammen mit Partnern nun die Elektro-Infrastruktur für das Jahr 2035.

Zu den Partnern der Rüsselsheimer gehören dabei neben der Universität Kassel die auf die Ladeinfrastruktur spezialisierten Unternehmen Flavia IT und Plug´n Charge. Gefördert wird das Zukunftsprojekt durch das Land Hessen und mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung.

Für das dreijährige Forschungsprojekt „E-Mobility-LAB Hessen“ errichtet der Hersteller in seinem Entwicklungsgelände ein intelligentes Lade- und -Infrastruktursystem für Elektrofahrzeuge. Bereits in den kommenden Monaten soll mit dem Bau der ersten Ladesäulen auf dem Opel-Gelände in Rüsselsheim sowie dem Testzentrum in Rodgau-Dudenhofen begonnen werden.

160 Ladepunkte geplant

Geplant ist, dass mehr als 160 Ladepunkte entstehen sollen. Mit ihnen soll die Elektro-Flotte des Entwicklungszentrums in Zukunft geladen werden. Die dabei gewonnen Daten sollen eine Übertragbarkeit auf den Alltag ermöglichen. Dabei soll der Anteil von Elektrofahrzeugen im Entwicklungsbereich des Herstellers eine Mobilitätssituation abbilden, wie sie im Jahr 2035 erwartet wird,

Der Autobauer bezeichnete dieses Projekt als weiteren Meilenstein von Opel zu einem der führenden Anbieter bei der E-Mobilität. „Opel wird elektrisch. Hier in Rüsselsheim schaffen wir nun die notwendige Ladeinfrastruktur in unserem Entwicklungszentrum. Damit unterstützen wir die Bemühungen von Politik und Behörden, den Aufbau einer angemessenen Ladeinfrastruktur voranzutreiben.“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. „Die Elektromobilität wird nur dann erfolgreich sein, wenn Fahrzeugentwicklung und der Ausbau der Ladeinfrastruktur Hand in Hand gehen“, fügte Lohscheller hinzu.

Vier E-Modelle bis 2020

Der Opel Ampera-e wird vor der Firmenzentrale in Rüsselsheim aufgeladen. Foto: Opel

Der Autobauer will bis Ende 2020 vier elektrifizierte Modelle im Angebot haben. Nach dem Opel Ampera-e wird als nächstes der Grandland X als Plug-in-Hybrid auf den Markt kommen. Bis zum Jahr 2024 hat sich der Autobauer vorgenommen, in jeder Baureihe mindestens ein elektrifiziertes Modell anzubieten.

„Hessen hat den Anspruch, Vorreiter der Verkehrswende zu sein. Deshalb engagiert sich die Landesregierung für die Elektromobilität, unter anderem durch die flächendeckende Förderung von Ladeinfrastruktur“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne).

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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