Mobilität

Auto bleibt für Pendler wichtigstes Verkehrsmittel

U-Bahn in Berlin. Foto: Mertens
In Berlin ist man im Idealfall mit dem ÖPNV unterwegs. Foto: Mertens

Das Auto bleibt für das Gros der Pendler das wichtigste Verkehrsmittel. Selbst auf Kurzstrecken von unter fünf Kilometern ist das so.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, nutzten im Jahr 2016 68 Prozent der Berufspendler für den Weg zur Arbeit das eigene Auto. Damit bleibt es nach wie vor das wichtigste Beförderungsmittel für Berufspendler. Nach Angaben der Statistiker hat sich das Mobilitätsverhalten der Pendler damit seit dem Jahr 2000 nicht wesentlich geändert: damals nutzten 67 Prozent der Pendler das eigene Auto.

Nur acht Prozent der Pendler nutzen ÖPNV

Selbst für Kurzstrecken von unter fünf Kilometer wird nur im geringen Maße auf andere Verkehrsmittel zurückgegriffen. Für diese Strecken nutzen nur acht Prozent der Pendler Busse und Bahnen – 40 Prozent indes das Auto. Immerhin legen 28 Prozent der Berufstätigen kleinere Wegstrecken zu Fuß zurück, 23 Prozent fahren mit dem Fahrrad. Im Jahr 2016 griffen indes nur 14 Prozent regelmäßig für den Weg zur Arbeitsstätte auf öffentlichen Nahverkehrsmittel zurück.

Für den Weg zur Arbeit benötigt das Gros (70 Prozent) der Pendler weniger als 30 Minuten. 22 Prozent von ihnen sind zwischen 30 bis 60 Minuten unterwegs. Mehr als eine Stunde für den Weg zur Arbeit brauchen fünf Prozent der Berufstätigen. Drei Prozent der Pendler hatten unterschiedliche Arbeitsplätze, sodass sie keine Angaben über die Wegzeiten machen konnten.

Kein Verzicht aufs Auto
Eine Fahrrad-Verleihstation in Berlin. Foto: Mertens
Beliebt: Leihfahrräder in Berlin. Foto: Mertens

Diese hohe Bedeutung des Autos für das persönliche Mobilitätsverhalten hatte unlängst bereits der ADAC erfragt. In dieser Umfrage gaben 62 Prozent der Befragten an, dass Auto auch 2022 noch in dem gleichen Maße nutzen wollen, wie sie es heute tun. 17 Prozent gaben sogar an, den eigenen Pkw in Zukunft noch häufiger zu nutzen. Zugleich konnten sich 55 Prozent nicht vorstellen, in den kommenden fünf Jahren auf ihr Auto zu verzichten. Interessant bei diesen Antworten war dabei, dass die Befragten dem Umweltschutz ein durchaus hohe Bedeutung beimessen. Durch ihr Mobilitätsverhalten wollen sie aber scheinbar nicht dazu beitragen.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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