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VW lässt Elektroautos im US-Werk Chattanooga bauen

VW baut den I.D. Crozz (Mitte) und den I.D. Buzz auch im US-Werk in Chattanooga. Foto: VW

Volkswagen wird seine Elektroautos für die USA im Werk Chattanooga im Bundesstaat Tennessee bauen. Der Autobauer investiert 700 Millionen Euro.

Die Standortentscheidung für Chattanooga gab VW-Chef Herbert Diess am Montag auf dem Autosalon in Detroit bekannt. „Die USA sind einer der wichtigsten Standorte für die weltweite Automobilindustrie. Die Entscheidung, unsere US-Fertigung für Elektrofahrzeuge in Chattanooga anzusiedeln, ist ein wesentlicher Bestandteil der Wachstumsstrategie von Volkswagen in Nordamerika“, sagte Diess. Wie der VW-Chef hinzufügte, wolle man seinen Marktanteil in den USA „in den kommenden Jahren deutlich ausbauen“.

Wie der Autobauer mitteilte, würde als erstes Elektroauto ab 2022 das SUV-Modell I.D. Crozz in Chattanooga gefertigt, danach folge der I.D. Buzz, eine Neuinterpretation des legendären Bullis. Beide Fahrzeuge gehören zur I.D.-Familie. Das erste Modell, der I.D. Neo, wird 2020 in Deutschland auf den Markt kommen. Wir sind stolz, die Zukunft der Mobilität hier bei uns in den USA mit zu erschaffen“, sagt VW-USA-Chef Scott Keogh. Im Werk in Chattanooga wird weiter das SUV Atlas als auch die neue Generation des VW Passat gefertigt. Durch den Bau der E-Autos entstehen am Standort 1000 neue Arbeitsplätze.

Elektroautos werden in acht Fabriken gebaut

Nach der Standortentscheidung für das US-Werk Chattanooga umfasst das Produktionsnetzwerk für E-Autos auf Basis des Modularen Elektrifizierungsbaukasten acht Fabriken auf drei Kontinenten. In Deutschland beginnt im Werk Zwickau bereits Ende 2019 die Produktion des kompakten I.D. Daneben werden in Deutschland noch E-Autos in Emden, Dresden und Hannover gefertigt. In Europa wird zudem noch im tschechischen Mlada Boleslav und in China in Anting in der Nähe von Shanghai und Foshan gefertigt.

VW will in den kommenden Jahren mehr als 20 reine E-Modelle auf den Markt bringen und spätestens 2025 auf einen Absatz von weltweit einer Million E-Autos pro Jahr kommen. Insgesamt investiert der Autobauer bis 2023 rund elf Milliarden Euro in Zukunftstechnologien, davon allein rund neun Milliarden Euro in die Elektromobilität.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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