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Seat unter Strom: Sechs Elektro-Modelle bis 2021

Seat-Chef Luca de Meo (l.) und VW-Chef Herbert Diess.

Seat unter Strom. Gleich sechs neue Elektro- und Plug-in-Modelle will die spanische VW-Tochter bis Anfang 2021 auf dem Markt bringen. Den Anfang macht die Elektroversion des Kleinwagens Mii. Die Serienausführung der in Genf präsentierten Studie el-Born soll 2020 folgen.

 

Der kompakte Stromer, der auf Basis des konzerneigenen, modularen Elektrobaukastens MEB entsteht, soll über 400 Kilometer Reichweite ermöglichen. Mit seinem 204 PS starken E-Antrieb soll er in nur 7,5 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 sprinten. Wie das VW-Schwestermodell ID wird der die Elektroversion des el-Born in Zwickau entstehen, wie Seat bei seiner Jahrespressekonferenz in Martorell bekannt gab.

Neben den beiden ersten vollelektrischen Fahrzeuge der spanischen Marke überhaupt, wurden dort außerdem vier neue Plug-in-Hybridmodelle für die nahe Zukunft angekündigt. Neben dem bereits eingeführten SUV-Modell Tarraco soll auch die vermutlich 2020 startende Neuauflage des Leon mit einer Kombination aus Verbrenner und E-Antrieb antreten. Die sportliche Tochtermarke Cupra wird zudem den Leon als auch das kürzlich neu vorgestellte SUV Formentar in Plug-in-Hybrid-Varianten anbieten.

Elektroautos für weniger als 20.000 Euro

Darüber hinaus wird Seat zum ersten Mal in der Geschichte von Seat eine neue Fahrzeugplattform zusammen mit der Marke Volkswagen entwickeln. Dabei handelt es sich um eine kleinere Version des MEB-Baukastens, dem sogenannten Modular Electric Drive Toolkit. Auf dessen Basis lassen sich alle Marken des Volkswagen Konzerns Autos mit etwa vier Metern Länge fertigen können. Ziel der neuen Plattform sei die Entwicklung erschwinglicher Elektroautos, die bereits zu einem Einstiegspreis von unter 20.000 Euro verkauft werden sollen.

„Seat spielt nun eine klar definierte Rolle innerhalb des Volkswagen Konzerns“, sagte Seat-Chef Luca de Meo. „Zum ersten Mal wird das Technische Zentrum von Seat eine Fahrzeuggruppe entwickeln, die von mehreren Marken weltweit genutzt werden kann“, fügte er hinzu.

Neue Rolle im VW-Konzern

Auch für VW-Chef Herbert Diess spielt Seat „eine neue Rolle im Volkswagen Konzern und übernimmt noch mehr Verantwortung“. Wie er hinzufügte sei „die kleine Elektroplattform ein großer Schritt hin zu bezahlbarer Elektromobilität. Seat wird das erste Elektrofahrzeug umsetzen, das speziell für den Stadtverkehr konzipiert ist.“  Zu Seats E-Offensive gehört übrigens auch eine Mikromobilitätsstrategie. Dazu gehört der kürzlich eingeführte KickScooter eXS sowie ein dem Renault Twizy sehr ähnliches Microauto namens Minimó.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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