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Neuzulassungen: Elektroautos kommen auf Anteil von 22 Prozent

Der Skoda Enyaq iV 50. Foto: Skoda

Der Zuwachs bei den Neuzulassungen von Elektroautos geht weiter. Im Februar legten sie nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamtes um fast 22 Prozent zu.

Die Neuzulassungen auf dem deutschen Automarkt sind im Februar um 3,8 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden 211.262 Pkw neu zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Mittwoch mitteilte.

Besonders stark stiegen die Zulassungen mit 46.275 Pkws bei den Elektroautos. Sie legten damit im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28,7 Prozent zu. Die batterie-elektrischen Fahrzeuge kamen auf eine Zulassungsanteil von 21,9 Prozent. Daneben wurden im Februar 24.328 Pkws mit Plug-in-Hybrid (11,5 Prozent/+24,5 Prozent). Zur Zulassung gebracht.

BEV-Anteil für C02-Grenzwerte nicht ausreichend

Deutlich steigern konnte die Importeure ihren Marktanteil bei den batterieelektrischen Fahrzeugen: er lag bei 45,3 Prozent, das sind 10 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. „Das zeigt, dass die Produktoffensive der Internationalen bei den bezahlbaren Elektroautos wirkt. Dies gilt umso mehr, als der Anteil der batterieelektrischen Fahrzeuge im Gesamtmarkt stagniert, trotz der rückwirkenden Förderung der Bundesregierung zum 1. Januar“, so die Präsidentin des Verbands der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Imelda Labbé.

In Deutschland wurden seit Jahresbeginn insgesamt 88.967 BEVs neu zugelassen, das entspricht einem Wachstum von 26,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. Davon machten internationale Marken rund 45,1 Prozent aus. „Der BEV-Marktanteil liegt in Summe der ersten zwei Monate 2026 bei 22,0 Prozent und damit weiterhin nicht auf dem erforderlichen Niveau vom 25 Prozent, um die CO2 Grenzwertziele zu erreichen“, so der VDIK.

Mini wächst am stärksten

Das stärkste Wachstum unter den deutschen Marken erzielte die BMW-Tochter Mini mit einem Plus von 49,2 Prozent. In Summe entspricht das indes nur 2949 Zulassungen. Weiterhin zweistellig zulegen konnten die Marken Opel (+44,4 Prozent/5,2 Prozent), Smart (+26,7 Prozent/0,2 Prozent) und Porsche (+10,0 Prozent/1,2 Prozent). Einstellig wachsen konnten die Marken MAN (+4,5 Prozent/0,0 Prozent) sowie BMW (+0,3 Prozent/8,1 Prozent). Verluste verzeichneten hingegen die Marken Ford (-19,4 Prozent/3,6 Prozent), Mercedes (-9,9 Prozent/8,0 Prozent), Audi (-2,3 Prozent/7,3 Prozent) und VW (-2,1 Prozent.

Bei den Importmarken mit mindestens fünfstelligen Neuzulassungszahlen legte Skoda (19.034 Pkw) mit einem Plus von 26,5 Prozent und einem Anteil von 9,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat am deutlichsten zu. Die VW-Tochter Seat indes musste mit 11.367 Pkw-Neuzulassungen ein Minus von 11,1 Prozent hinnehmen. Mit mehr als 4000 Neuzulassungen konnten die volumenstärkeren Importmarken Hyundai (+16,2 Prozent/3,4 Prozent), Fiat (+113,2 Prozent/2,8 Prozent), Citroen (+18,7 Prozent/2,2 Prozent) und Peugeot (+2,8 Prozent/2,2 Prozent) ebenfalls einen Zuwachs bei den Neuzulassungen verzeichnen.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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