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Joint-Venture: Mini E wird in China gebaut

BMW-Finanzvorstand Nicolas Peter und BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich (v.r.) mit Vertretern von Great Wall. Foto: BMW

Zusammen mit dem chinesischen Autobauer Great Wall baut BMW in China den Mini E. Dafür bauen die beiden Joint-Venture-Partner ein Werk für 650 Millionen Euro.

Das teilte BMW am Freitag mit. Der Spatenstich für das neue Werk des Joint-Ventures «Spotlight Automotive Limited» ist bereits am heutigen Freitag erfolgt. Das Werk in Zhangjiagang in der Provinz Jiangsu soll von 2020 bis 2022 entstehen. Das Werk soll in der Anlaufphase eine Produktionskapazität von 160.000 Fahrzeugen pro Jahr haben und 3000 Mitarbeiter beschäftigen.

Beide Unternehmen hatten den Joint-Venture-Vertrag im Jahr 2018 unterzeichnet. Beide Autobauer sind dabei gleichberechtigte Partner mit einem Anteil von 50:50.

Entwicklung findet auch in China statt

Neben dem Bau des Mini E umfasst die Kooperation auch die gemeinsame Entwicklung von batterieelektrischen Fahrzeugen. So sieht das Joint Venture neben der Produktion zukünftiger elektrischer Mini-Fahrzeuge auch Modelle und Marken für Great Wall Motor vor. Die erste Generation des Mini E wird im britischen Oxford gebaut und soll im ersten Quartal 2020 auf den Markt kommen. Oxford wird Herzstück der Mini-Produktion bleiben.

„Diese deutsch-chinesische Beziehung unterstreicht unser Engagement für China und die Zukunft der Premium-Kompaktfahrzeuge. Dieses Joint Venture wird es uns ermöglichen, eine größere Anzahl von Elektrofahrzeugen der Marke Mini zu attraktiven Konditionen für den Weltmarkt zu produzieren“, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter. „Dies ist ein wichtiger strategischer Schritt für die Marke Mini. Das Joint Venture mit Great Wall unterstreicht die enorme Bedeutung des chinesischen Marktes für uns“, fügte er hinzu. Mit Blick auf den Vertrieb wird das Joint-Venture keine zusätzlichen Vertriebsstrukturen schaffen, sondern an den bestehenden der einzelnen Unternehmen festhalten.

BMW plant, bis Ende 2021 weltweit bereits mehr als eine Million Fahrzeuge mit vollelektrischem oder Plug-in-Hybrid-Antrieb auf den Markt gebracht zu haben. Neben dem Bau des Mini E folgt im kommenden Jahr zudem noch der vollelektrische BMW iX3. 2021 kommt der BMW iNext, derr in Dingolfing gefertigt wird. Im gleichen Jahr startet der BMW i4 im Werk München. Bis zum Jahr 2023 will BMW 25 elektrifizierte Modelle im Angebot haben. Die Hälfte davon sollen batterieelektrische Fahrzeuge sein.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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