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Daimler startet Pilotphase mit Elektro-Lkws in USA

Daimler bringt in den USA zwei Elektro-Lkw auf den Markt: den Freightliner eCascadia und den Freightliner eM2. Foto: Daimler New electric trucks Freightliner eCascadia and Feightliner eM2

Der Lkw-Hersteller Daimler hat in den USA zwei Elektro-Lkws vorgestellt. In einer Pilotphase werden zunächst 30 Fahrzeuge getestet.

Daimler präsentierte am Mittwoch (Ortszeit) vor Investoren in Portland im US-Bundesstaat Oregon den Schwerlast-Truck Freightliner eCascadia und den mittelschweren Freightliner eM2. Wie der Lkw-Hersteller mitteilte, schaffe man zudem eine globale Organisation für die Elektro-Mobilität.

Die 30 Fahrzeuge sollen nach Angaben von Daimler im Laufe des Jahres an ausgewählte Kunden in den USA ausgeliefert werden. Mit dieser Testflotte will Daimler wie bereits beim Leicht-Lkw Fuso eCanter weitere Erkenntnisse gewinnen, wie Elektro-Lkws im Alltag einegsetzt werden können. Vor einigen Monaten hatte bereits Tesla einen vollelektrischen Lkw für die USA angekündigt.

Daimler will Führungsposition bei elektrischen Lkw

„Als Weltmarktführer wollen wir diese Position auch bei elektrischen Lkw und Bussen einnehmen“, sagte Daimler-Vorstand Martin Daum, der neben dem Lkw- auch das Busgeschäft der Stuttgarter verantwortet. Wie Daum hinzufügte, würde man mit der Gründung der neuen globalen Organisation für die E-Mobility die Wirksamkeit seiner „Investitionen in diese strategische Schlüsseltechnologie“ maximieren. „Damit können wir unseren Kunden künftig die besten Lösungen anbieten, egal ob bei Batterien, Ladesystemen oder beim Energie-Management.“

Die neue Organisationseinheit E-Mobilität soll zukünftig marken- und spartenübergreifend die Strategie für Elektro-Komponenten sowie komplette Elektro-Fahrzeuge erarbeiten. Die neue Einheit wird von Gesa Reimelt geleitet, die derzeit noch Leiterin der Produktprojekte Powertrain & eDrive bei der Pkw-Sparte von Mercedes ist.

Steigende Nachfrage nach E-Lkw erwartet

„Wir rechnen mit einer steigenden Nachfrage nach Elektro-Lkw und Bussen. Dies bestätigen auch unsere Kunden. Nur wer sowohl bei konventionellen Antrieben als auch bei elektrischen Antrieben führend ist, kann wirtschaftlich und technologisch überzeugende Lösungen bieten“, sagte Frank Reintjes, der den Bereich Global Powertrain und Manufacturing Engineering verantwortet.

Der in Portland vorgestellte Freightliner eCascadia verfügt über eine Batterieleistung von 550 kWh und kommt auf eine Reichweite von bis zu 400 Kilometer (250 Meilen). Die Batterien lassen sich innerhalb von 90 Minuten auf rund 80 Prozent aufladen. Der Freightliner eM2 106, der im lokalen Verteiler- sowie im Zustellverkehr auf der letzten Meile zum Einsatz, kommt verfügt über eine Batterieleistung von 325 KWh und eine Reichweite von rund 370 km (230 Meilen).

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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