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ADAC-Unfallforschung: Sichere Rettung aus Opel Ampera-e

Rettung aus einem Elektroauto. Foto: ADAC/Ralph Wagner
Einsatzkräfte proben die Rettung von Passagieren aus einem Opel Ampera-e. Foto: ADAC/Ralph Wagner

Können Insassen aus einem E-Auto ohne Gefahr gerettet werden wie aus einem Auto mit Verbrennungsmotor? Die ADAC-Unfallforschung hat dies getestet.

Wie der Automobilclub an diesem Mittwoch mitteilte, fiel der Test mit einem Opel Ampera-e im ADAC-Technikzentrum in Landsberg am Lech positiv aus: Verletzte und eingeklemmte Personen können auch aus einem elektrisch angetriebenen Fahrzeug schnell gerettet werden. „Die hydraulischen Schneide- und Spreizwerkzeuge der Rettungskräfte funktionieren auch beim Elektroauto“, teilte der ADAC mit. Allerdings müssten die Rettungskräfte beim Einsatz für den sicheren Umgang mit potenzieller Hochspannung vorbereitet werden.

ADAC-Unfallforschung mit positivem Fazit

Bei dem Test konnte der Elektroantrieb des Opel Ampera-e von den Rettungskräften ohne Probleme und Gefahr deaktiviert werden. Dafür seien aber gut geschulte Einsatzkräfte und vor allem auch eine Rettungskarte mit allen relevanten Informationen des Elektrofahrzeuges notwendig, so der Automobilclub. Die Rettungskarte zeige den Einsatzkräften auf einen Blick die Lage der Hochvoltkomponenten an und an welchen Stellen das Fahrzeug gefahrlos aufgeschnitten werden kann.

Dies würde im Ernstfall den Zeitverlust und die Risiken für die Rettungskräfte minimieren. „Mit der zunehmenden Zahl von Elektroautos auf deutschen Straßen werden auch Unfälle und Rettungsaktionen dieser Art steigen. Wir bereiten uns aktiv darauf vor. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur künftigen Personenrettung und zum Schutz der Einsatzkräfte“, sagte ADAC Vizepräsident für Technik, Thomas Burkhardt.

Der ADAC hat erstmals im Jahr 2014 zusammen mit der Berufsfeuerwehr Augsburg Schneideversuche an einem BMW i3 unternommen. Bereits damals hatte es bei diesem Elektroauto des Münchner Autobauers keine Materialprobleme bei der sogenannten technischen Rettung gegeben. Während der BMW i3 aus Carbon-Faserstoff (CFK) besteht, wird der Opel Ampera-e aus Stahl hergestellt. Die ADAC-Unfallforschung hat bislang mehr als 17.000 Pkw-Unfälle untersucht. Von dieser Zahl war bei fast 3000 eine technische Rettung nötig.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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