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Mobilität

Lynk-Chef Visser: Abo und Sharing ideale Kombination

Das Kompakt-SUV Lynk 01. Foto: Lynk

Die Geely-Tochter Lynk & Co ist seit einigen Wochen in Europa auf dem Markt. Lynk-Chef Alain Visser sprach nun in einem Interview über die Ziele der Mobilitäts-Marke.

Die Geely-Tochter Lynk & Co. hat vor ein paar Wochen den Marktstart in Europa gefeiert. In Amsterdam hat das Unternehmen seinen ersten Club eröffnet. Wer monatlich 500 Euro zahlt, kann nicht nur den Kompakt-SUV 01 nutzen, sondern wird auch Clubmitglied. Teilt man sich das Auto mit anderen Mitgliedern, kann der Monatsbeitrag reduziert werden.

«Ich glaube, dass das Auto-Abo in der von uns betriebenen Form die Zukunft ist. Dessen Anteil wird auch in Deutschland weiter wachsen», sagte Lynk-Chef Alain Visser in einem Interview mit der Autogazette. Mit dieser neuen Form des Auto-Abos will Lynk & Co den Markt für sich erobern. Heutige am Markt angebotene Auto-Abos seien eher klassische Leasingangebote.

Businessmodell basiert auf Membership

Für Visser ist Abo und Sharing die ideale Kombination. Damit könne der Kunde auch den Nachhaltigkeitsaspekt verfolgen. Natürlich müsse Sharing seit Corona kritischer betrachtet werden, räumt auch Visser ein. Doch das Business Modell von Lynk & Co. setze vor allem auf das Membership, nicht auf das klassische Sharing. „Es ist ein gutes Mittel, um die Kosten zu reduzieren. Bei uns kann ich mir das Auto mit irgendeinem fremden Menschen, einem Freund oder mit Mitarbeitern eines Unternehmens teilen, wo das Fahrzeug Teil der Flotte ist. Aus einem Pool von beispielsweise 20 Fahrzeugen kann sich jeder bedienen.“

Lynk-Chef Alain Visser. Foto: Lynk

Seinen ersten Club in Deutschland wird Lynk & Co Mitte des kommenden Jahres in Berlin eröffnen. Online sei man in Deutschland aber längst präsent, so der Manager. «Die ersten Fahrzeugauslieferungen sind für Anfang kommenden Jahres geplant.»

Dass der europäische Marktstart in der niederländischen Metropole stattfand, habe einen einfachen Grund gehabt. Amsterdam gelte als «Anti-Auto-Stadt», so Visser. «Genau hier wollen wir uns als Unternehmen positionieren, welches sich als Gegenentwurf zur Autoindustrie sieht.»

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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