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Zeitstrafe: Porsche-Pilot Wehrlein erneut nicht auf Podium

Porsche-Pilot Pascal Wehrlein beim Rennen in Mexiko. Foto: Porsche

Dieses Wochenende sollte Porsche ganz schnell vergessen. Nach seinem Sieg wurde Pascal Wehrlein am Samstag disqualifiziert, dann erhielt er am Sonntag eine Zeitstrafe – und verpasste erneut das Podium.

Es war nicht das Wochenende für Porsche. Erst wurde Pascal Wehrlein am Samstag in Puebla/Mexiko nach seinem Sieg disqualifiziert, dann erhielt der 26 Jahre alte Formel E-Pilot eine Zeitstrafe.

Statt auf Platz zwei zu landen, bedeutet dies für den jungen Deutschen am Sonntag nur noch Platz vier. Den Sieg sicherte sich Edoardo Mortara (Venturi) vor Nick Cassidy (Virgin Racing) und Oliver Roland (Nissan e.Dams).

Unbeeindruckt von seiner Disqualifikation wegen eines Formfehlers bei der Reifenanmeldung meldet sich Wehrlein am Sonntag zurück – und fuhr am Ende des Rennens auf den zweiten Platz. Doch auch diesmal wurde es nichts mit einem Podiumsplatz. Weil die Wehrlein durch den Fan Boost zusätzlich zur Verfügung stehende Leistung nicht gänzlich genutzt wurde, erhielt er eine Fü+nf-Sekunden-Zeitstrafe. Das bedeutet nur noch Platz vier. „Wir können stolz sein auf die Fortschritte, die wir gemeinsam machen. Erster und Zweiter im Qualifying, Erster und Zweiter im Rennen – ohne die Disqualifikation und die Zeitstrafe wären wir jetzt ganz vorne in der Meisterschaft. Ich freue mich schon auf die Rennen in New York City“, sagte Wehrlein.
Die Formel-E-Verantwortlichkeiten müssen sich nicht erst nach diesem Rennwochenende die Frage stellen lassen, ob dieses Reglement den Fans noch vermittelbar ist. Schließlich entscheidet sich zumeist der Ausgang eines Formel E-Rennens nicht auf der Rennstrecke, sondern am grünen Tisch der Stewards.

BMW kann zufrieden sein

Zufrieden sein konnte BMW. Jake Dennis wiederholte am Sonntag seinen fünften Platz vom Vortag und sein Teamkollege Maximilian Günther wurde Siebter. „„Zweites Mexiko-Rennen absolviert – und ich kann recht zufrieden sein. Es war in Sachen Energiemanagement ein technisches Rennen, aber ich denke, dass wir den bestmöglichen Job gemacht haben. Wir hatten etwas Pech, als Edoardo Mortara seinen Attack Mode geholt hat. Er hat mich ein bisschen auf dem falschen Fuß erwischt, und wir sind auf den fünften Platz zurückgefallen“, so Dennis. „Ein tolles Ergebnis für das Team. Mit den Plätzen fünf und sieben können wir wirklich zufrieden sein“, sagte Günther

Das Team Audi Sport Abt Schaeffler belegte nach seinem Doppelsieg vom Samstag am Sonntag durch Rene Rast Platz zehn, Lucas di Grassi wurde 13. Rast war vom letzten Platz ins Rennen gegangen und hatte sich Platz für Platz nach vorne gekämpft. „Ein sehr aufregendes Rennen“, sagt René Rast. „Wir haben eine etwas andere Strategie gewählt und viel Energie gespart. So haben wir immerhin noch zwei Punkte geholt. Es überwiegt die Freude über das Podium am Samstag und die gute Platzierung in der Meisterschaft.“

Für Mercedes lief es am Wochenende alles andere als nach Wunsch. Stoffel Vandoorne wurde 13. und Nyck de Vries konnte das Rennen nach einem Auffahrunfall eines anderen Fahrers nicht beenden. „Das war heute ein schwieriges Rennen. Schon als sich das Feld durch die erste Kurve quetschte, hatte ich eine Berührung mit einem anderen Fahrer und verlor ein Teil meines Autos. Danach war mein Rennen praktisch von der ersten Runde an beeinträchtigt“, sagte Stoffel Vandoorne. „Alles in allem war es kein besonders tolles Rennen für uns. Gestern konnten wir uns im Rennen noch nach vorne kämpfen, aber heute haben wir das nicht hinbekommen. Jetzt ist es an der Zeit, uns zu sammeln und hoffentlich in New York gestärkt zurückzuschlagen“, fügte er hinzu.
Mercedes führt vor dem Rennen in New York (10./11. Juli) die Teamwertung mit 113 Punkte vor DS Techeetah (110) und Jaguar (109) an. In der Fahrerwertung führt Edoardo Mortara (72) vor Robin Frijns (62) und Antonia Felix Da Costa (60).

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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