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Dyson kündigt Elektroauto für 2020 an

Dyson bringt 2020 ein Elektroauto. Foto: Dyson
Firmengründer James Dyson. Foto: Dyson

Bisher kennt man Dyson als Staubsaugerhersteller oder macht seine Erfahrungen beim Hände trocknen. Ab 2020 sollen Hände dann auch ein eigens entwickeltes Elektroauto steuern.

Firmenchef James Dyson kündigte per Twitter an, dass das Unternehmen seine ganzen Technologien – also vom beutellosen Staubsauger über den Händetrockner bis zum Ventilator und Heizlüfter – in einem Produkt zusammenführe. Über den Nachrichtendienst Twitter verkündete der 70-Jährige, dass seine Firma deshalb begonnen hätte, ein batterieelektrisches Auto zu bauen.

Dyson wählt „aggressiv“ aus

Dieses Elektroauto soll 2020 in den Markt eingeführt werden. Das Fahrzeug, dessen äußere Form noch nicht entworfen wurde, soll weder Sportwagen noch ein sehr billiges Auto sein, wie Dyson weiter mitteilte. Die weite Spannbreite ergibt sich aus der Philosophie der Firma. Weltweit hat Dyson über 28 Millionen Staubsauger verkauft. In Deutschland erzielt der Brite einen Marktanteil von 17,85 Prozent und liegt bei den Staubsaugern an dritter Stelle. Im Premiumbereich mit Saugern von über 300 Euro ist Dyson unangefochten Marktführer. Und das seit 17 Jahren. Aktuell beträgt der Marktanteil in diesem Bereich stolze 82 Prozent.

Unternehmenseigene Ingenieure sollen mit Experten aus der Automobilindustrie das Fahrzeug fertigen. Dem 400 Mann starken Team, das seit rund zweieinhalb Jahren das Fahrzeug entwickelt, sollen weitere Arbeitskräfte folgen, die „aggressiv“ ausgewählt werden.

Dyson setzt auf andere Batteriephilosophie

Das Auto selbst soll „radikal anders“ ausfallen als alle bisherigen Fahrzeuge, da es sonst kaum Chance im Wettbewerb habe. Rund 2,3 Milliarden Euro will der Unternehmer in das Projekt investieren. Zudem hofft Dyson, der 1993 das Unternehmen gründete, auf finanzielle Unterstützung durch die britische Regierung.

Insgesamt arbeiten derzeit rund 7000 Mitarbeiter in über 60 Ländern. So kann es sein, dass der Produktionsstandort der Elektrofahrzeuge auch nicht im heimischen Großbritannien stattfinden wird. Da China der größte Einzelmarkt für Elektroautos ist, würde eine Produktion im Reich der Mitte durchaus Sinn ergeben.

Der gravierende Unterschied im Vergleich zu den anderen Elektrofahrzeugen liegt bei der Wahl der Akkus. Dyson setzt auf so genannte Festkörperbatterien, die kleiner und effizienter sind als herkömmliche Lithium-Ionen-Batterien. Zugleich seien die Akkus leichter zu laden und „vielleicht auch leichter zu recyclen.

Über den Autor

Thomas Flehmer

Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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