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Cupra denkt mit e-Racer über elektrische Rennserie nach

Der Cupra e-Racer ist mit 680 PS unterwegs. Foto: Seat

Ende des Jahres rollt mit dem Ateca das erste Modell der neuen Marke Cupra auf den Markt. Für den e-Racer denken die Spanier über den Einstieg in eine elektrische Rennserie nach.

Solche Absatzzahlen beflügeln. Seit 2014 haben sich die Verkäufe des Seat Leon Cupra um 217 Prozent gesteigert. Im Vorjahr wurden in Deutschland 4500 Cupra-Modelle abgesetzt. Dieser Erfolg hat dazu geführt, dass die spanische VW-Tochter den Cup Racer unter der eigenständigen Marke Cupra anbieten wird. Als erstes Modell wird der Ateca unter dem neuen Markenlogo ab Ende des Jahres angeboten.

Der Ateca wird dann mit einem 2.0 TSI-Motor mit einer Leistung von 300 PS vorfahren. Neben einem 7-Gang-DSG wird er natürlich auch mit Allradantrieb ausgestattet sein. Soviel Kraft will schließlich auf die Straße gebracht werden. Das alles soll es dann zu einem Preis von 43.000 Euro geben. Bei Cupra sieht man sich mit diesem attraktiven Angebot konkurrenzlos zwischen sportlichen Varianten anderer Volumenhersteller und den Sportmodellen beispielsweise von Mercedes-AMG oder BMW M.

Cupra-Kunden sind zwischen 40 und 59 Jahren

Cupra denkt mit dem e-Racer über Einstieg in eine elektrische Rennserie nach. Foto: Seat

Die Kunden, die mit den neuen Cupra-Modellen angesprochen werden sollen, seien zwischen 40 und 59 Jahren und würden sich gleichmäßig zwischen Männern und Frauen verteilen, wie Joachim Fleck sagte, der bei Seat in Deutschland für den Cupra, CNG und die Elektromobilitität verantwortlich ist. „Unsere Kunden wollen nicht das Auto ihrer Eltern fahren“, sagte Fleck.

Wie es sich für eine neue Marke und dessen Positionierung gehört, werden die Kunden sich neben einem Auto auch mit Acessoires wie Ledertaschen, Brillen, T-Shirts, Jacken oder auch Rädern ausstatten können. Natürlich sind sie mit dem neuen Markenlogo versehen. „Damit wollen wir das Markenerlebnis weiter ausbauen“, erklärte Fleck.

Einstieg in elektrische Rennserie möglich

Doch die neue Marke geht noch einen Schritt weiter – und denkt über den Einstieg in eine rein elektrische Rennserie nach. Nein, es wird nicht wie beim Jaguar I-Pace die Formel E sein. Vielmehr denkt man über eine Tourenwagen-Serie nach. Entschieden sei dies final aber noch nicht, sagte Fleck. Die Wahrscheinlichkeit dürfte aber sehr groß sein, dass es dazu kommt.

Der e-Racer, der dort an den Start gehen würde, sei ein Rennwagen, wie er im Buche steht, so Fleck. Der e-Race verfügt über vier Hochleistungsmotoren mit 680 PS, beschleunigt in 3,2 Sekunden auf Tempo 100 und lässt eine Spitzengeschwindigkeit von 270 km/h zu. Insgesamt sind im Cupra e-Racer 6072 Batteriezellen mit einer Speicherkapazität von 65 kWh verbaut. Sind die Batterien leer, lassen sie sich in 40 Minuten an einer Schnellladestation wieder aufladen.

Deutliche Absatzsteigerung erwartet

Der Cupra e-Racer fährt in knapp über drei Sekunden auf Tempo 100. Foto: Seat

Jetzt bleibt es abzuwarten, ob sich am Ende des Jahres die Absatzzahlen der neuen Marke durch die neue Positionierung weiter nach oben entwickelt. Die Ziele jedenfalls sind hoch.

„Unser Ziel für die Marke Cupra ist eine Verdoppelung des Absatzes innerhalb der nächsten vier bis fünf Jahre und die Fokussierung unseres Geschäftsmodells auf vier Hauptsäulen: Vertrieb, Partnerschaften, Rennen und Produkt“, sagte Seat-Vertriebschef Wayne Griffiths. In Deutschland jedenfalls schaut man sehr optimistisch auf die weitere Entwicklung. Den auf dem heimischen Automarkt ist Seat derzeit hervorragend unterwegs. Im Ersten Halbjahr konnte man seinen Absatz um 16,5 Prozent auf 61.476 Fahrzeuge steigern.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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