Samsung und Harmann arbeiten an Technologien für vernetzte Fahrzeuge und autonomes Fahren. Als Automobilhersteller wird der Elektronikriese nicht auftreten.
Mit dem gegründeten Automotive Innovation Fund sollen Lösungen für vernetzte Fahrzeuge und Assistenzsysteme geschaffen werden. „Wir erleben zurzeit einen außergewöhnlichen Wandel in der Automobilbranche und freuen uns sehr, eine führende Rolle bei der Gestaltung von intelligenteren, vernetzteren Fahrzeugen für die Zukunft einzunehmen“, so der Samsung-Strategiechef und zugleich Harmann- Vorstandsvorsitzende Young Sohn. 300 Millionen Dollar stellt der Elektronikriese zum Start zur Verfügung.
Die Anfang des Jahres bei Samsung eingegliederte Tochter Harmann wird Schlüsseltechnologien für sicherere und intelligentere vernetzte Fahrzeuge entwickeln und Mobilitätslösungen anbieten. Dabei wird sich Harmann auf die Bereiche Konstruktionswesen, High Performance Computing, Sensortechnologien, Algorithmen, künstliche Intelligenz sowie Konnektivitäts- und Cloudlösungen konzentrieren, die Fahrerassistenzsysteme (FAS) und automatisiertes Fahren ermöglichen.
Sicherer und komfortabler fahren
„Die strategische Initiative für autonomes Fahren und Fahrassistenzsysteme und der Automotive Fund unterstreichen unser Engagement für offene Innovationen und Zusammenarbeit. Gemeinsam mit OEMs und Startups werden wir das Fahrer- und Mitfahrererlebnis sicherer, komfortabler und angenehmer machen“, so Sohn weiter.
Gemeinsam mit der Größe und den Ressourcen von Samsung sowie der Erfahrung von Harmann im Automobilbereich sollen die Lösungen den Herstellern angeboten werden. „Es gibt bereits eine hohe Nachfrage nach Fahrerassistenzsystemen und diese steigt rapide mit den Fortschritten bei vernetzten Fahrzeugen und autonomem Fahren“, sagt Harmann-Präsident Dinesh Paliwal.
Samsung fährt autonom in Korea und Kalifornien
Samsung hat bereits Lizenzen für Straßentests in Korea und Kalifornien erworben. Dort sollen Erfahrungen mit Software und Hardware für autonomes Fahren in den Produktionsprozess einlaufen. Samsung betont dabei, nicht in die Automobilproduktion einsteigen zu wollen. Der Konzern will sich in Zusammenarbeit mit Automobilherstellern und Unternehmen auf den Mobilitätssektor konzentrieren, um zukunftsweisende Innovationen für den Automobilmarkt zu entwickeln. Erfahrungen bei der Automobilprodutkion hat Samsung trotzdem schon. Gemeinsam mit Renault haben die Koreaner den Koleos gefertigt. Zudem hat Samsung mit Peugeot die Studie „Instinct Concept“ entwickelt, die vernetzt und autonom unterwegs ist.
Dazu gehören neue Technologien wie Sensoren und Datenverarbeitungslösungen, Fahrzeuge sicherer machen. Zugleich soll der Fahrkomfort erhöht werden. Der eigens dafür gegründete Fonds unterstützt dabei auch Startups, die auf dem Gebiet neue Technologien entwickeln.


