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Mobilität

Preis steht fest: Bio-Hybrid Duo kostet 9490 Euro

Aus dem Bio-Hybrid Passenger wird der Bio-Hybrid Duo. Er kann nun bestellt werden. Foto: Bio-Hybrid

Aus dem Bio-Hybrid Passenger wird der Bio-Hybrid Duo: Das Pedelec des Start-ups wird als limitierte Pionier-Edition für 9490 Euro angeboten.

Die Bio-Hybrid GmbH hat einen neuen Eigentümer. Das Nürnberger Start-up, das bis Mitte Oktober als 100-prozentige Tochter zum Auto- und Industriezulieferer Schaeffler gehörte, wurde von der Meisterwerk Ventures GmbH übernommen. Zu den fünf Venture-Gesellschaftern gehört auch Gerald Vollnhals. Der Manager bleibt auch nach dem Eigentümer-Wechsel Geschäftsführer der Bio-Hybrid GmbH. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Wie Vollnhals sagte, sei man derzeit dabei, eine Finanzierungsrunde zu starten. Dabei soll ein zweistelliger Millionenbetrag eingesammelt werden. Mit ihm sollen die Wachstumsziele der Bio-Hybrid GmbH weiter vorangetrieben werden.

Durch die Übernahme der Firma von Schaeffler ändere sich aber nichts am Zeitplan für den Marktstart des Bio-Hybrid. Auch das Management-Team und alle 30 Mitarbeiter bleiben an Bord. „Wir starten im zweiten Quartal 2021 mit der Produktion unseres Bio-Hybrids, die ersten Auslieferungen sind für das dritte Quartal vorgesehen“, sagte Vollnhals. Bestellt werden kann der Bio-Hybrid in seiner Passenger-Variante, die das Unternehmen nun DUO nennt, ab sofort.

Verhandlungen zu Produktionsstätte

Wo der Bio-Hybrid gebaut wird, steht derzeit noch nicht fest. „Unser Zielfokus liegt aber auf Europa und nicht auf Asien.“ Derzeit würde man mit zwei Firmen aus Deutschland und zwei aus dem europäischen Ausland verhandeln, die als Produktionspartner in Frage kommen. „Wir hoffen, dass wir hier in Kürze eine Entscheidung vermelden können.“ Wie Vollnhals sagte, werde der Preis je nach Ausführung und Variante des Bio-Hybrid variieren.Fest stehe nun der Einführungspreis von 9.490 Euro für die limitierte Pionier-Edition des Bio-Hybrid Duo. Zu den Preisen für die Cargo-Varianten möchte man sich Anfang nächsten Jahres äußern.

Wie Vollnhals sagte, strebe man noch im Jahr 2021 einen vierstelligen Absatz an, bereits ab 2022 will das hochmotivierte Team 4000 bis 5000 Einheiten absetzen. Dabei geht Vollnhals davon aus, dass sich die Kunden je zur Hälfte für die Duo- beziehungsweise Cargo-Varianten entscheiden werden. „Gerade von jungen Familien erleben wir gerade ein großes Interesse an unserer Cargo-Variante. Sie wollen den Bio-Hybrid nicht nur für Einkäufe in der Stadt, sondern auch zum Transport ihrer Kinder nutzen.“ Hierzu werde man entsprechende Umbaumöglichkeiten für den Pick-up anbieten.

Mit dem Pedelec Bio-Hybrid wollen die Macher um Geschäftsführer Vollnhals ein Angebot für die urbane Mobilität bieten. So bietet die Duo-Variante zwei Sitzplätze, ist überdacht und kann auch aufgrund seiner Abmessungen den Radweg nutzen. In beiden Varianten sorgt eine 1,2 kWh starke Batterie für eine Leistung von 250 Watt. Optional kann auch in beiden Gefährten eine zweite Batterie mit ebenfalls 1,2 kWh verbaut werden. Die Geschwindigkeit beläuft sich dabei auf 25 km/h, die Reichweite beträgt 50 bzw. 100 Kilometer mit zwei Batterien. Damit ist man für die in der Stadt zurückzulegenden Distanzen bestens bestückt. Die Cargo-Variante mit geschlossener Box ermöglicht dem Nutzer ein Ladevolumen von bis zu 1.500 Litern. Vollnhals ist sich sicher, dass man mit den Bio-Hybrid-Varianten ein „hervorragendes Angebot für die urbane Mobilität“ bietet.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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