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Elektro

Wohneigentumsrecht: Bau einer Ladesäule wird einfacher

Der BUND fordert die Abschaffung des Dienstwagenprivilegs. Foto: BMW
Der BUND will die Wende in der Verkehrspolitik weiter forcieren.

Der Bundestag hat eine Reform des Wohneigentumsrechts beschlossen. Damit wird die Einrichtung einer Ladesäule  in einem Mehrfamilienhaus einfacher.

Nach der Neuregelungen dürfen Vermieter und Miteigentümer einen solchen Landeanschluss nicht mehr verhindern. Voraussetzung dafür ist indes, dass alle technischen Fragen geklärt sind und der Nutzer auch die Kosten für die Ladevorrichtung übernimmt. Die bisherige Regelung galt als Hemmnis beim Ausbau privater Ladeinfrastruktur.

Bislang war erforderlich, dass alle Miteigentümer einer Woheinheit ihre Zustimmung für eine solche Ladestation geben. „Wir begrüßen, dass der Deutsche Bundestag diese wichtige Reform des Wohnungseigentumsgesetzes nun endlich beschlossen hat. Für die private Ladeinfrastruktur ist das ein deutlicher, lange erwarteter Schritt nach vorn“, sagte der Präsident des Verbandes der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK), Reinhard Zirpel. „Denn um der Elektromobilität langfristig zum Durchbruch zu verhelfen, ist eine gute Ladeinfrastruktur von größter Bedeutung.“

Wie der VDIK weiter mitteilte, hätten Befragungen von E-Auto-Käufern ergeben, dass die Möglichkeit, zu Hause zu laden, eine entscheidende Voraussetzung für die Anschaffung eines Elektroautos ist. Das Langfristziel der Bundesregierung sieht bis zum Jahr 2030 rund 10 Millionen Elektroautos und bis zu eine Million öffentlicher Ladepunkte vor.

Auch ADAC begrüßt Reform

Begrüßt wurde die Reform auch vom ADAC. „Elektro-Autos sollen sinnvollerweise dort geladen werden können, wo sie für längere Zeit stehen – das ist vor allem zu Hause der Fall. Für viele E-Auto-Nutzer in Mehrfamilienhäusern war die gesetzliche Lage bislang eine große Hürde für den Zugang zur eigenen E-Ladesäule“, sagte Karsten Schulze, Technikpräsident des ADAC. „Daher ist es richtig und wichtig, dass der Gesetzgeber nun endlich die Voraussetzungen dafür schafft, dass die Nutzer von E-Autos einfacher in privaten Sammel- und Tiefgaragen laden können“, fügte er hinzu,

Eine ADAC Studie hatte 2019 ergeben, dass nur vier Prozent der bundesweit rund 4800 untersuchten Tiefgaragen mit mehr als zehn Stellplätzen über einen Stromanschluss und lediglich zwei Prozent über eine Ladesäule oder Wallbox verfügten.

Über den Autor

Frank Mertens

Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur (ddp/ADN) gelernt. Danach war er jahrelang Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das bloße Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben Autogazette.de und Autozukunft.de verantwortet er auch das Magazin electrified.

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