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Autonomes Fahren

Kopernikus Automotive bietet Autonomes Tuning

Der nachgerüstete VW Golf. Foto: 2b Ahead
Kopernikus Alternative rüstet einen VW Golf zum automatisierten Fahren nach. Foto: 2b Ahead

Kopernikus Automotive macht das automatisierte Fahren salonfähig. Mit einem Nachrüstkit können herstellerunabhängige Fahrzeuge auf Autobahnen und Bundesstraßen selbstständig unterwegs sein.

Auf dem 17. 2b Ahead-Zukunftkongress stellte das Startup aus Berlin ihr System in einem umgerüsteten VW Golf vor. „Die nachgerüsteten Systeme werden in einer Art trainiert, dass sie defensiv und umsichtig fahren werden. Die erste Fahrt in einem autonomen Fahrzeug wird schon nach wenigen Kilometern initialer Neugier derart entspannt verlaufen, dass man sich überlegen wird, wie man die Zeit anderweitig nutzen kann.“, sagte Tim von Törne, Gründer und COO bei Korpernikus Automotive UG.

Das Nachrüstkit besteht aus einer Computereinheit sowie Sensoren und einer Mobilfunkeinheit. Die Fahrzeuge selbst müssen einen Einparkassistent und einen Abstandstempomaten an Bord haben. Sieben kleine Kameras werden durch das Startup hinzugefügt, um das Fahrzeug selbstständig auf die Straße zu schicken.

Kopernikus Automotive bietet Kit für rund 3000 Euro an

Rund 3000 Euro kostet das System. „Wir sind so etwas wie ein autonomer Tuner. Diese Kategorie gibt es allerdings noch gar nicht. Wir haben Sie erfunden“, sagt Stefan Jenzowsky, Mitgründer von Kopernikus Automotive.

Das System funktioniert auch in Tunneln und muss nicht mit einem Server verbunden sein. Kopernikus Automotive will das Kit gegen Ende des Jahres ausliefern. „Deutschland wird dabei wohl nicht der erste Markt sein“, sagt Chris Zorn von Kopernikus Automotive auf Anfrage von Autozukunft.de. Zum einen gäbe es noch rechtliche und versicherungstechnische Hürden. Zum anderen bereitet das in Deutschland fehlende Tempolimit dem System noch technische Schwierigkeiten. Zorn geht davon aus, dass das System zunächst in einigen Bundesstaaten der USA angeboten werde.

Allerdings ist Törne optimistisch, dass sich diese Art des Vorwärtskommens früher oder später durchsetzen werde: „Menschliche Fahrer wird es immer geben, aber in zehn Jahren muss man definitiv kein Fahrer mehr sein, um mit dem Auto von A nach B zu fahren. Und auf manchen Strecken wird dann vielleicht bereits das menschliche Fahren verboten sein, da es als zu gefährlich angesehen wird.“

Über den Autor

Thomas Flehmer

Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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