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Autonomes Fahren

Autonomer Pizza-Service von Ford und Domino’s

Ford und Dominos testen den autonomen Lieferservice. Foto: Ford
Ford und Dominos liefern autonom Pizza aus. Foto: Ford
Domino's Pizza-Kunden in Michigan können sich ihre Pizza in selbstfahrenden Fahrzeugen von Ford liefern lassen.

In dem Städtchen Ann Arbor im US-Bundesstaat Michigan haben die rund 115.000 Einwohner die Möglichkeit, sich die bestellte Pizza per autonom fahrenden Forschungsfahrzeug von Ford direkt an die Tür liefern zu lassen.

„Unser Verständnis von selbstfahrenden Fahrzeugen als tragfähiges Geschäftsmodell wächst, aber es gibt insbesondere in Anwendungsfragen noch viel zu tun. Vor diesem Hintergrund freuen wir uns über Domino’s als Projektpartner bei dieser wichtigen Entwicklungsarbeit. Domino’s teilt unsere Vision von einer Zukunft, die von intelligenten Fahrzeugen in einer intelligenten Umgebung geprägt sein wird, um das Leben der Menschen einfacher und komfortabler zu machen“, sagt Ford Vizepräsident Sherif Marakby, zuständig für elektrisch und autonom fahrende Autos.

Ford Fusion Hybrid im Einsatz

Zum einen liefern die Forschungsfahrzeuge vom Typ Ford Fusion Hybrid – dem Pendant zum europäischen Mondeo – Erkenntnisse. Zum anderen wird die Interaktion zwischen Menschen und Fahrzeugen untersucht.

„Die meisten unserer Fragen betreffen die letzten 50 Meter der Lieferstrecke. Also zum Beispiel, wie die Kunden darauf reagieren werden, wenn sie für ihr Essen aus dem Haus kommen sollen. Wir müssen sicherstellen, dass sich die Übergabe der Bestellung möglichst unkompliziert gestaltet. Unsere Tests konzentrieren sich auf das Ziel, irgendwann Lieferungen mit selbstfahrenden Fahrzeugen so kundenfreundlich wie möglich zu gestalten“, so Domino’s-Chef Russell Weiner.

Per App Echtzeit-Positionsdaten abrufen

Die Kunden werden per Zufallsgenerator ausgewählt und müssen sich vor der Lieferung einverstanden erklären, ihr Essen per selbstfahrendem Fahrzeug zu erhalten. Zugleich können sie per App die Echtzeit-Positionsdaten des Autos abrufen. Mit der Einverständnis-Erklärung erhalten die Kunden zudem einen Code, mit dem sich das beheizte Laderaumfach des Fahrzeugs öffnen lässt. Das so genannte Domino’s Heatwave-Compartment ist speziell für die Prototypen entworfen worden. Sollte die Entnahme nicht klappen, könnten immer noch der Ford-Sicherheitsingenieur sowie weitere Experten zur Auswertung des Tests nachhelfen. Diese befinden sich an Bord des Fusion Hybrid.

Vor den Tests auf öffentlichen Straßen hatten die Kooperationspartner bereits in „Mcity“, dem Freiluftlabor der University of Michigan, ihre Auslieferungen erprobt. „Mcity“ simuliert urbane Strukturen mit Gebäudeattrappen sowie einem acht Kilometer langen Straßennetz. Die Fahrzeuge müssen dann auch Ampeln, Tunnel oder Baustellen, passieren, wie Ford mitteilte.

Der weltführende Pizzalieferant ist auch noch an anderen autonomen Projekten beteiligt. So setzt Domino’s bei Tests in Amsterdam und Australien selbstfahrende Roboter für die Pizza-Auslieferung ein. Ford kooperiert mit der DHL. Gemeinsam wurde kürzlich der so zur Paketauslieferung gedachte  Streetworker XL vorgestellt.

Über den Autor

Thomas Flehmer

Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam noch das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit Beginn 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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